Glossar
Medizinische Fachbegriffe rund um Brust-Operationen – kurz, verständlich und fachlich geprüft erklärt. Suchen Sie einen Begriff oder springen Sie über das Alphabet zur passenden Definition.
211 Begriffe
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- § 11 HWG§ 11 HWG regelt die Publikumswerbung im Heilwesen und untersagt unter anderem Vorher-Nachher-Bilder für operative plastisch-chirurgische Eingriffe.
- § 27 MBO-ħ 27 MBO-Ä erlaubt Ärztinnen und Ärzten sachliche berufsbezogene Information und untersagt anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung.
- § 35 IRegG§ 35 IRegG („Vergütungsminderung") mindert den Vergütungsanspruch, wenn eine Einrichtung ihre Meldepflichten an das Implantateregister nicht erfüllt.
- § 52 SGB V§ 52 SGB V verpflichtet die Krankenkasse, Versicherte nach medizinisch nicht indizierten ästhetischen Eingriffen an den Folge-Behandlungskosten zu beteiligen.
- 3D-SimulationDigitales Verfahren, das in der Beratung ein 3D-Modell der Körperoberfläche erstellt, um mögliche Veränderungen durch Implantatoptionen zu veranschaulichen.
A
- Allergan NatrelleNatrelle ist eine Brustimplantat-Produktlinie des Herstellers Allergan Aesthetics (heute Teil von AbbVie) mit silikon- und kochsalzgefüllten Varianten.
- Allergie auf SilikonEine echte Allergie auf das Silikon von Brustimplantaten ist sehr selten; meist liegen Fremdkörper- statt klassische Allergiereaktionen vor.
- AllgemeinanästhesieDie Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) ist ein medikamentös herbeigeführter, steuerbarer Zustand der Bewusstlosigkeit für Eingriffe ohne Schmerzempfindung.
- Ambulante OPChirurgischer Eingriff ohne stationäre Aufnahme – Sie kommen am OP-Tag, werden überwacht und können in der Regel noch am selben Tag nach Hause.
- AnalgetikaAnalgetika sind Schmerzmittel, die nach einem Eingriff helfen können, postoperative Schmerzen zu lindern.
- AnamneseDie Anamnese ist die systematische Erhebung Ihrer Krankengeschichte und Beschwerden im ärztlichen Gespräch als Grundlage der weiteren Planung.
- AnästhesistEin Anästhesist ist ein Facharzt für Anästhesiologie, der Narkosen durchführt und während eines Eingriffs die Vitalfunktionen überwacht.
- Anatomie der BrustDie Brust besteht aus Drüsen-, Binde- und Fettgewebe mit 15 bis 20 Drüsenlappen, Milchgängen, Brustwarze und Warzenhof.
- Animation DeformitySichtbare, vorübergehende Verformung der Brust, wenn sich der Brustmuskel über einem subpektoral platzierten Implantat anspannt.
- Areola / BrustwarzeDie Areola ist der pigmentierte Warzenhof um die Brustwarze (Mamille); beide sind nervenreich und berührungsempfindlich, über sie münden die Milchgänge.
- AreolarnervenAreolarnerven sind die sensiblen Nervenäste, die Warzenhof und Brustwarze versorgen und sie besonders berührungsempfindlich machen.
- ASA-KlassifikationVon der American Society of Anesthesiologists entwickeltes Schema zur Einstufung des Allgemeinzustands vor einer Operation in sechs Gruppen.
- AspirationsrisikoDas Aspirationsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass während einer Narkose Mageninhalt oder Flüssigkeit in die Atemwege und die Lunge gelangen.
- Ästhetische BeratungPersönliches ärztliches Gespräch vor einem ästhetischen Eingriff, in dem Wünsche, Verfahren, Ablauf sowie Risiken und Alternativen besprochen werden.
- AsymmetrieAsymmetrie bezeichnet einen sichtbaren Unterschied beider Brüste in Größe, Form, Höhe oder Brustwarzenposition; eine leichte Form ist meist natürlich.
- AufklärungsgesprächPersönliches ärztliches Gespräch vor einem Eingriff, das Sie verständlich über Ablauf, Risiken und Alternativen informiert und Ihre Einwilligung vorbereitet.
- AusschlusskriterienFestgelegte Merkmale, die gegen eine Maßnahme sprechen, etwa bestimmte Vorerkrankungen, die im ärztlichen Gespräch geprüft werden.
- AxillaDie Axilla (Achselhöhle) ist der pyramidenförmige Raum zwischen Brustwand und Oberarm mit Gefäßen, Nerven und Lymphknoten.
B
- B-LiteB-Lite ist eine Reihe leichter Silikon-Brustimplantate von POLYTECH, deren Gel mit hohlen Borosilikat-Mikrokugeln das Gewicht um bis zu rund 30 % reduziert.
- B-Lite-ImplantatEin B-Lite-Implantat ist ein Brustimplantat, dessen Silikongel hohle Borosilikat-Mikrokügelchen enthält und so bis zu 30 Prozent leichter ist.
- Baker-KlassifikationDie Baker-Klassifikation teilt die Kapselfibrose in vier Schweregrade (I–IV) ein und hilft, den Befund einzuordnen und das weitere Vorgehen zu bestimmen.
- Bakterielle KontaminationEindringen von Bakterien in Operationsgebiet oder an die Implantatoberfläche, das einen Biofilm bilden und mit einer Kapselkontraktur zusammenhängen kann.
- BelegklinikKlinik, in der niedergelassene Belegärzte eigene Patienten in bereitgestellten Betten stationär behandeln, ohne dort angestellt zu sein.
- BeratungsgesprächDas Beratungsgespräch ist das ärztliche Gespräch vor einem ästhetischen Eingriff, in dem Vorgehen, Risiken, Alternativen und Kosten erläutert werden.
- Berufsordnung der ÄrztekammerDie Berufsordnung der Ärztekammer ist Satzungsrecht, das die Berufspflichten von Ärztinnen und Ärzten gegenüber Patienten, Kollegen und Kammer regelt.
- BIA-ALCLBIA-ALCL ist ein sehr seltenes, brustimplantat-assoziiertes Lymphom in der Kapsel um das Implantat, meist mit stark texturierten Oberflächen verbunden.
- BindegewebeBindegewebe ist ein stützendes Gewebe, das in der Brust Drüsen- und Fettgewebe umgibt und mit den Cooper-Bändern Form und Halt gibt.
- BindegewebssträngeBindegewebsstränge sind faserartige Stützstrukturen; in der Brust halten die Cooper-Bänder das Drüsengewebe an der Brustmuskelfaszie und prägen die Form.
- BiofilmEin Biofilm ist eine schleimige Schicht, in der sich Bakterien auf Oberflächen wie Implantaten ansiedeln und vor Immunsystem und Antibiotika geschützt werden.
- BIRADSBIRADS ist ein Klassifikationssystem des American College of Radiology, das Befunde der Brustbildgebung in die Kategorien 0 bis 6 einordnet.
- BlueSeal-BarriereBläulich gefärbte Barriereschicht in Motiva-Silikonimplantaten, die die Silikondiffusion reduzieren und eine Sichtprüfung vor der Operation ermöglichen soll.
- BlutbildDas Blutbild ist eine Laboruntersuchung, die Blutzellen und Hämoglobin erfasst und vor einem Eingriff Teil der Vorbereitung sein kann.
- Body-Mass-IndexDer Body-Mass-Index (BMI) setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße und dient zur groben Einordnung des Gewichts.
- Bottoming-OutAls Bottoming-Out wird das Absinken des Implantats unter die ursprüngliche Unterbrustfalte bezeichnet, wodurch sich das Volumen nach unten verlagert.
- Breast Implant IllnessBreast Implant Illness (BII) ist ein unspezifischer Symptomkomplex nach Brustimplantaten, der bislang keine anerkannte medizinische Diagnose darstellt.
- BrustachselÜbergangsbereich zwischen seitlicher Brust und Achselhöhle, anatomisch der vorderen, vom großen Brustmuskel gebildeten Achselfalte entsprechend.
- BrustaufbauOperative Wiederherstellung der Brustform, meist nach einer Mastektomie, mittels Implantat oder körpereigenem Gewebe.
- BrustbeinDas Brustbein (Sternum) ist ein flacher Knochen in der Brustmitte aus Manubrium, Koerper und Schwertfortsatz, der mit Rippen und Schluesselbeinen verbunden ist.
- BrustdrüseDie Brustdrüse (Glandula mammaria) ist das milchbildende Drüsengewebe der Brust aus 15–20 Drüsenlappen, die über Milchgänge zur Brustwarze führen.
- BrustfalteDie Brustfalte (Inframammärfalte) ist die Umschlagfalte zwischen Brust und vorderer Brustwand und begrenzt die Brust nach unten.
- BrustgewebeBrustgewebe bezeichnet die Gesamtheit aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe, die die weibliche Brust aufbauen; ihr Verhältnis ist individuell verschieden.
- BrustkrebsfrüherkennungUntersuchungen wie Tastuntersuchung und Mammographie-Screening, die Brustkrebs möglichst früh erkennen sollen, bevor Beschwerden auftreten.
- Brustmuskel (M. pectoralis major)Der große Brustmuskel (M. pectoralis major) liegt unter dem Drüsengewebe; bei submuskulärer oder Dual-Plane-Technik liegt das Implantat hinter ihm.
- BrustsensibilitätBrustsensibilität ist das Empfindungsvermögen von Brust und Brustwarze, das überwiegend durch Äste der Interkostalnerven vermittelt wird.
- Bruststraffung (Mastopexie)Die Bruststraffung (Mastopexie) strafft erschlafftes Gewebe und versetzt die Brustwarze höher, ohne primär das Volumen der Brust zu verändern.
- Brustvergrößerung (Augmentation)Die Brustvergrößerung (Augmentation) ist ein Eingriff, der mit Implantaten oder Eigenfett das Volumen oder die Form der Brust verändert.
- BrustverkleinerungOperativer Eingriff zur Verkleinerung der Brust, bei dem Drüsen- und Fettgewebe sowie überschüssige Haut entfernt und die Brust neu geformt werden.
C
- CE-KennzeichnungDie CE-Kennzeichnung bestätigt, dass ein Medizinprodukt nach einem Konformitätsbewertungsverfahren die europäischen Anforderungen erfüllt und verkehrsfähig ist.
- CE-ZertifizierungDie CE-Zertifizierung belegt, dass ein Medizinprodukt die EU-Anforderungen an Sicherheit und Leistung erfüllt und in Verkehr gebracht werden darf.
- Cooper-BänderDie Cooper-Bänder (Ligamenta suspensoria mammae) sind bindegewebige Stränge, die die Brust verankern und zu ihrer Form und Festigkeit beitragen.
D
- Donut-MastopexieBruststraffung über einen ringförmigen Schnitt um den Warzenhof, meist bei leichter bis mäßiger Erschlaffung; die Narbe bleibt auf den Warzenhofrand begrenzt.
- DoppelkapselSeltene Veränderung der Implantatkapsel mit zwei getrennten Schichten und Zwischenraum, vor allem bei texturierten Brustimplantaten beschrieben.
- DrainageEine Drainage leitet nach einer Operation Blut und Wundsekret aus dem Gewebe ab und unterstützt so die Wundheilung.
- DrüsengewebeDrüsengewebe ist der milchbildende Anteil der Brust, gegliedert in 15 bis 20 Drüsenlappen aus Drüsenläppchen, umgeben von Fett- und Bindegewebe.
- DSGVODie DSGVO (Verordnung (EU) 2016/679) regelt seit 2018 EU-weit den Schutz personenbezogener Daten und ihre Verarbeitung.
- Dual-Plane-TechnikBei der Dual-Plane-Technik liegt der obere Implantatanteil unter dem Brustmuskel, der untere unter der Brustdrüse – das verbindet Form und Deckung.
E
- EKGDas EKG zeichnet über Hautelektroden die elektrische Aktivität des Herzens auf und kann zur Einschätzung des Herz-Kreislauf-Zustands vor einem Eingriff dienen.
- En-bloc-KapsulektomieOperative Technik, bei der Brustimplantat und umgebende Bindegewebskapsel gemeinsam in einem Stück entfernt werden, ohne die Kapsel zu eröffnen.
- Endoskopische BrustvergrößerungOperationsverfahren, bei dem das Implantat über einen Achselschnitt unter endoskopischer Kamerasicht eingesetzt wird, sodass an der Brust keine Narbe entsteht.
- Ergonomisches ImplantatBrustimplantat-Bauform, die sich durch ein weiches, kohäsives Silikongel der Körperhaltung anpassen soll; bekannt durch die Linie Motiva Ergonomix.
- ErstberatungErstes ärztliches Gespräch vor einem ästhetisch-plastischen Eingriff mit Anamnese, Aufklärung über Risiken, Alternativen und Kosten sowie Bedenkzeit.
- EurosiliconeEurosilicone ist eine zu GC Aesthetics gehörende europäische Marke für silikongelgefüllte Brustimplantate, gefertigt im französischen Apt.
- ExplantationAls Explantation wird die operative Entfernung eines Brustimplantats bezeichnet, je nach Befund mit oder ohne die umgebende Bindegewebskapsel.
- Extra-hohes ProfilExtra-hohes Profil bezeichnet bei Brustimplantaten die Profilstufe mit der stärksten Projektion, also dem weitesten Vorstehen von der Brustwand.
F
- FDA-ZulassungDie FDA-Zulassung ist die Marktfreigabe eines Medizinprodukts durch die US-Behörde FDA; für Brustimplantate gilt ein aufwendiges, studienbasiertes Verfahren.
- FettgewebeFettgewebe ist eine aus Fettzellen (Adipozyten) bestehende Form des Bindegewebes, die Energie speichert, isoliert, polstert und hormonell aktiv ist.
G
- GalaktorrhoeGalaktorrhoe bezeichnet den krankhaften Austritt einer milchigen Flüssigkeit aus der Brust außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit.
- GC AestheticsGC Aesthetics ist ein internationaler Hersteller von Silikon-Brustimplantaten, der unter den Marken Nagor und Eurosilicone produziert.
- GOP 01965EBM-Zuschlagsziffer für die gesetzlich vorgeschriebene Meldung von Eingriffen mit Brustimplantaten an das Implantateregister Deutschland.
H
- Hall-Findlay-TechnikVerfahren zur Brustverkleinerung und -straffung mit superomedialem Gewebestiel und vertikaler Schnittführung, das die ankerförmige Narbe vermeiden kann.
- HämatomEin Hämatom ist eine Blutansammlung im Gewebe, die nach einer Operation rund um das Implantat oder im Wundbereich entstehen kann.
- Hämatom-ResorptionHämatom-Resorption ist der körpereigene Abbau eines Blutergusses; kleinere Hämatome lösen sich dabei meist von selbst auf.
- HautlappenEin Hautlappen ist ein aus Haut und Unterhaut bestehendes Gewebestück, das mitsamt seiner Blutversorgung zur Deckung von Defekten verschoben wird.
- HeilmittelwerbegesetzDas Heilmittelwerbegesetz (HWG) regelt in Deutschland die Werbung für Arzneimittel, Medizinprodukte und Behandlungen und untersagt irreführende Aussagen.
- HeilversprechenEin Heilversprechen suggeriert den sicheren Erfolg einer Behandlung und gilt nach dem Heilmittelwerbegesetz als irreführend und unzulässig.
- Hochkohäsives Silikon (Gummibärchen-Implantat)Hochkohäsives Silikon ist ein besonders formstabiles Silikongel, das auch beim Durchschneiden seine Form behält – daher „Gummibärchen-Implantat“.
I
- Implantat-BleedingDurchtreten kleinster Silikonmoleküle durch die intakte Hülle eines silikongelgefüllten Brustimplantats in das umliegende Gewebe.
- Implantat-GarantieFreiwillige Zusage des Herstellers, die je nach Programm etwa den Ersatz von Brustimplantaten nach einer Hüllenruptur vorsehen kann.
- ImplantatbreiteDie Implantatbreite ist die horizontale Ausdehnung eines Brustimplantats an der Basis und soll zur individuellen Breite der Brustbasis passen.
- Implantateregister DeutschlandDas Implantateregister Deutschland (IRD) ist ein gesetzliches Register, das Implantate erfasst, um Qualität und Sicherheit der Versorgung zu verbessern.
- Implantateregister-BetriebsverordnungDie IRegBV ist die Rechtsverordnung, die den Betrieb des Implantateregisters Deutschland regelt und das Implantateregistergesetz konkretisiert.
- Implantateregister-GesetzDas IRegG ist seit 2020 die gesetzliche Grundlage des Implantateregisters Deutschland; für Brustimplantate gilt die Meldepflicht seit Juli 2024.
- Implantatform (rund vs. anatomisch)Die Implantatform beschreibt die Gestalt eines Brustimplantats; unterschieden werden vor allem runde und anatomische (tropfenförmige) Implantate.
- ImplantatfüllungDie Implantatfüllung ist das Material im Inneren eines Brustimplantats – meist Silikongel, seltener Kochsalzlösung.
- ImplantathöheDie Implantathöhe ist die vertikale Ausdehnung eines Brustimplantats und wird vor allem bei anatomischen Implantaten neben der Breite angegeben.
- ImplantathülleDie Implantathülle ist die äußere Silikonelastomer-Umhüllung eines Brustimplantats; ihre Oberfläche kann glatt, texturiert oder beschichtet sein.
- Implantatoberfläche (glatt vs. texturiert)Die Implantatoberfläche bezeichnet die Beschaffenheit der Implantathülle; unterschieden werden glatte, mikrotexturierte und texturierte Oberflächen.
- Implantatprofil (niedrig/mittel/hoch)Das Implantatprofil (Projektion) beschreibt, wie weit ein Implantat bei gegebener Basisbreite nach vorne ragt – von niedrig über mittel bis hoch.
- ImplantatrupturEine Implantatruptur ist ein Riss oder Defekt in der Implantathülle; bei hochkohäsiven Gelen bleibt das Füllmaterial meist an Ort und Stelle.
- ImplantattascheDie Implantattasche ist der bei einer Brustvergrößerung präparierte Gewebehohlraum, der das Implantat aufnimmt – über oder unter dem Brustmuskel.
- ImplantatverlagerungVerschiebung eines Brustimplantats aus seiner vorgesehenen Position, die das Erscheinungsbild der Brust verändern kann.
- Implantatvolumen (cc)Das Implantatvolumen gibt die Füllmenge eines Implantats in Kubikzentimetern (cc, gleich Milliliter) an und ist zentral für die Implantatauswahl.
- ImplantatwechselOperativer Austausch vorhandener Brustimplantate gegen neue, etwa bei Kapselfibrose, Ruptur, Verlagerung oder gewünschter Größenänderung.
- InfektionEindringen von Krankheitserregern im Operationsgebiet, das nach einem Eingriff meist mit Rötung, Schwellung, Schmerzen und mitunter Fieber einhergeht.
- InflammationsphaseDie Inflammationsphase ist die erste, etwa drei bis vier Tage dauernde Wundheilungsphase, in der Abwehrzellen die Wunde reinigen.
- InframammärfalteDie Inframammärfalte ist die Umschlagfalte zwischen unterem Brustrand und Brustwand und gilt als wichtiger anatomischer Orientierungspunkt der Brust.
- IntubationsnarkoseForm der Allgemeinanästhesie, bei der ein Beatmungsschlauch durch den Kehlkopf in die Luftröhre gelegt wird und die Beatmung darüber erfolgt.
K
- KapselfibroseAls Kapselfibrose wird eine Verhärtung der Bindegewebskapsel um das Implantat bezeichnet, die die Brust fester machen oder verformen kann.
- KapsulektomieOperative Entfernung der Bindegewebskapsel um ein Brustimplantat, meist bei ausgeprägter Kapselfibrose.
- KapsulotomieOperatives Einschneiden der Bindegewebskapsel um ein Brustimplantat, etwa bei Kapselfibrose, ohne das Kapselgewebe zu entfernen.
- KernspintomographieBildgebendes Verfahren mit Magnetfeldern und Radiowellen ohne Röntgenstrahlen, das vor allem Weichteilgewebe darstellt – etwa zur Beurteilung der Brust.
- Klasse-I-OP-SaalOperationsraum der Raumklasse I nach DIN 1946-4 mit besonders gefilterter, raumlufttechnisch geführter Zuluft, unterteilt in die Klassen Ia und Ib.
- Klasse-III-MedizinproduktHöchste Risikoklasse für Medizinprodukte nach der EU-MDR (2017/745); umfasst etwa Brustimplantate und erfordert eine Bewertung durch eine Benannte Stelle.
- KochsalzimplantatEin Kochsalzimplantat ist ein Brustimplantat mit Silikonhülle, das mit steriler Kochsalzlösung gefüllt wird.
- Kohäsives SilikonKohäsives Silikon ist ein vernetztes Silikongel, das zusammenhält und bei Hüllenschäden weitgehend an Ort und Stelle bleibt; heute Standard.
- Kompressions-BHEng anliegendes Wäschestück, das nach Brusteingriffen sanften Druck ausübt, die Brust stützt und Schwellungen entgegenwirken soll.
- KontraindikationEine Kontraindikation (Gegenanzeige) ist ein Umstand, der gegen eine Behandlung spricht – als absolute oder als relative Gegenanzeige.
L
- L-SchnittSchnittführung um den Warzenhof, senkrecht zur Unterbrustfalte und einseitig in diese hinein, die eine L-förmige Narbe ergibt.
- Lactiferous ductsMilchgänge (Ductus lactiferi) sind die Kanäle der Brustdrüse, die die Milch von den Drüsenläppchen zur Brustwarze leiten.
- LarynxmaskeDie Larynxmaske ist eine supraglottische Atemwegshilfe, die zur Beatmung während einer Narkose über dem Kehlkopfeingang platziert wird.
- Lateral PocketAls Lateral Pocket wird die seitliche (äußere) Begrenzung der Implantattasche bei der Brustvergrößerung bezeichnet, die die äußere Brustkontur mitbestimmt.
- Lejour-TechnikVerfahren zur Brustverkleinerung und -straffung mit vertikaler Schnittführung, das den Schnitt in der Unterbrustfalte vermeidet und so die Narben verringert.
- LymphdrainagePhysiotherapeutische Technik, die mit sanften Griffen den Lymphabfluss anregt und Schwellungen entstauen kann – auch in der Nachsorge nach Operationen.
- Lymphgefäße der BrustDie Lymphgefäße der Brust leiten die Lymphe über ein oberflächliches und tiefes Netz vor allem zu den Lymphknoten der Achselhöhle ab.
M
- M. pectoralis minorDer M. pectoralis minor ist der kleine, dreieckige Brustmuskel, der unter dem großen Brustmuskel liegt und das Schulterblatt bewegt.
- MammographieDie Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust zur Abklärung auffälliger Befunde und zur Früherkennung.
- Mammographie-ScreeningOrganisierte Röntgen-Reihenuntersuchung zur Brustkrebs-Früherkennung, zu der Frauen meist zwischen 50 und 75 Jahren alle zwei Jahre eingeladen werden.
- MastitisEine Mastitis ist eine Entzündung der Brustdrüse, die im Wochenbett oder unabhängig davon auftreten kann und häufig bakteriell bedingt ist.
- MBO-ÄDie MBO-Ä ist die von der Bundesärztekammer beschlossene Muster-Berufsordnung und dient den Landesärztekammern als Vorlage für ihre Berufsordnungen.
- Medial PocketMedial Pocket bezeichnet den zur Brustmitte gerichteten Anteil der Implantattasche, dessen Präparation Lage und Dekolleté beeinflusst.
- Medical Device RegulationDie Medical Device Regulation (EU 2017/745) ist das seit 2021 geltende EU-Regelwerk für Medizinprodukte, etwa für Implantate.
- MemoryGelMemoryGel bezeichnet silikongelgefüllte Brustimplantate von Mentor mit kohäsivem, formstabilem Gel für Brustvergrößerung und -rekonstruktion.
- MemoryShapeMemoryShape bezeichnet anatomisch geformte, formstabile Brustimplantate des Herstellers Mentor mit kohäsivem Silikongel und texturierter Oberfläche.
- MentorMentor ist eine zu Johnson & Johnson gehörende Marke für silikon- und kochsalzgefüllte Brustimplantate, etwa der Produktlinie MemoryGel.
- Mentor MemoryGel XtraMentor MemoryGel Xtra ist eine Linie silikongelgefüllter Brustimplantate von Mentor (Johnson & Johnson) mit kohäsivem Gel und mehr Fülle und Projektion.
- MepiformMepiform ist ein dünner, selbsthaftender Silikonverband, der bei der Narbenbehandlung und zur Vorbeugung auffälliger Narben eingesetzt wird.
- MikrokalkMikrokalk sind winzige Kalkeinlagerungen im Brustgewebe, die in der Mammographie sichtbar werden und harmlos oder abklärungsbedürftig sein können.
- Mikrotexturierte OberflächeFein strukturierte Implantathülle mit einer Oberflächenrauheit von etwa 10 bis 50 µm nach ISO 14607, zwischen glatt und makrotexturiert eingeordnet.
- MilchkanäleMilchkanäle (Ductus lactiferi) leiten die in der Brustdrüse gebildete Milch zur Brustwarze, wo etwa 15 bis 20 Gänge münden.
- ModellimplantatEin Modellimplantat ist ein Probeimplantat, das im Beratungsgespräch zur Orientierung über Volumen und Form in den BH eingelegt wird.
- MotivaMotiva ist eine Linie silikongelgefüllter Brustimplantate mit glatter Oberfläche des Herstellers Establishment Labs aus Costa Rica.
- Motiva ErgonomixMotiva Ergonomix ist eine Linie silikongelgefüllter Brustimplantate von Establishment Labs, deren Form sich der Körperhaltung anpasst.
- MRT der BrustBildgebendes Verfahren, das die Brust mit Magnetfeldern und Radiowellen ohne Röntgenstrahlen darstellt, meist mit Kontrastmittel.
N
- Nachsorge-TerminEin Nachsorge-Termin ist ein Kontrolltermin nach einer Operation, bei dem der Heilungsverlauf beurteilt und gegebenenfalls Nahtmaterial entfernt wird.
- NagorNagor ist eine 1979 in Schottland gegründete Marke für Silikon-Brustimplantate, die heute zur Gruppe GC Aesthetics gehört.
- Naht-EntfernungDie Naht-Entfernung (Fadenzug) ist das ärztliche Entfernen nicht auflösender Operationsfäden, sobald die Wunde ausreichend verheilt ist.
- NarbenpflegeNarbenpflege umfasst Maßnahmen wie Silikonpräparate, Massage, Kompression und UV-Schutz, die nach der Wundheilung den Reifungsprozess einer Narbe begleiten.
- NekroseNekrose bezeichnet das krankhafte Absterben von Zellen oder Gewebe; nach Operationen kann sie als Komplikation auftreten und die Wundheilung beeinträchtigen.
O
- OP-SaalDer OP-Saal ist ein speziell ausgestatteter, hygienisch streng kontrollierter Raum, in dem operative Eingriffe durchgeführt werden.
- OP-VorbereitungDie OP-Vorbereitung umfasst Aufklärungsgespräch, Erhebung der Krankengeschichte, Voruntersuchungen und Hinweise zu Nüchternheit vor einem geplanten Eingriff.
- OP-VorbereitungsdiagnostikUntersuchungen vor einem geplanten Eingriff, die Gesundheitszustand und mögliche Risiken erfassen und die Vorbereitung individuell anpassen.
P
- PatienteneinwilligungDie Patienteneinwilligung ist die nach Aufklärung erteilte Zustimmung zu einer medizinischen Maßnahme, die jederzeit formlos widerrufen werden kann.
- PatientenrechtegesetzDas Patientenrechtegesetz regelt seit 2013 die Rechte von Patientinnen und Patienten im Behandlungsverhältnis und ist in den §§ 630a–630h BGB verankert.
- Periareolärer SchnittSchnittführung am Rand des Warzenhofs, die bei Brustvergrößerungen und Bruststraffungen genutzt wird; die Narbe liegt am Areolarand.
- PocketPocket bezeichnet die operativ präparierte Gewebetasche, in die bei einer Brustvergrößerung das Implantat eingebracht wird.
- PolytechPolytech (POLYTECH Health & Aesthetics) ist ein deutscher Hersteller von Brustimplantaten mit Sitz in Dieburg.
- Polytech Diagon-GelAnatomisch geformte Silikon-Brustimplantate von POLYTECH mit zwei unterschiedlich festen Gelen (EasyFit Gel™ hinten, Shapar Gel™ vorne).
- Polytech RepliconAnatomisch tropfenförmiges Brustimplantat von POLYTECH mit runder Basis, mehr Volumen in der unteren Hälfte und kohäsivem Silikongel.
- PolyurethanbeschichtungSchaumartige Polyurethan-Außenhülle auf manchen Silikon-Brustimplantaten, die mit dem Gewebe verwächst und in Studien seltener zu Kapselfibrose führt.
- PräpektoralPräpektoral bezeichnet die Lage eines Brustimplantats vor dem großen Brustmuskel, zwischen Muskel und Brustdrüse beziehungsweise Haut.
- Probe-ImplantatEin Probe-Implantat (Sizer) ist ein Größenmodell, das im Beratungsgespräch hilft, Volumen und Form einer möglichen Brustvergrößerung zu veranschaulichen.
- ProliferationsphaseZweite Phase der Wundheilung, in der Fibroblasten Kollagen bilden und gut durchblutetes Granulationsgewebe den Wunddefekt auffüllt.
Q
- Q-Inside-Chip / RFID-ChipPassiver RFID-Transponder in bestimmten Brustimplantaten (Motiva) mit elektronischer Seriennummer, der ärztlich von außen mit einem Lesegerät ausgelesen wird.
- Quick-WertDer Quick-Wert ist ein in Prozent angegebener Laborparameter der Blutgerinnung, der vor Eingriffen als Suchtest auf Gerinnungsstörungen genutzt wird.
R
- RemodellierungsphaseDie Remodellierungsphase ist der letzte, oft über Monate bis Jahre dauernde Abschnitt der Wundheilung, in dem Gewebe zur reifen Narbe umgebaut wird.
- RipplingRippling ist eine tast- oder sichtbare Wellen- bzw. Faltenbildung der Implantatoberfläche unter der Haut nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten.
- Round-Block-TechnikPeriareoläre Bruststraffung nach Bénelli (1990) mit ringförmiger Naht, deren Narbe auf den Rand des Warzenhofs begrenzt bleibt.
S
- Saline implantEin Kochsalzimplantat ist ein Brustimplantat mit Silikonhülle, das mit steriler Kochsalzlösung gefüllt ist und heute seltener verwendet wird.
- Sauna-PauseDie Sauna-Pause ist der zeitweise Verzicht auf Saunabesuche nach einer Operation, da Hitze Durchblutung und Schwellung in der Heilungsphase begünstigen kann.
- SchlüsselbeinDas Schlüsselbein (Clavicula) ist ein S-förmiger Knochen des Schultergürtels, der Brustbein und Schulterblatt gelenkig verbindet.
- SchmerzmanagementSchmerzmanagement umfasst die Erfassung, Linderung und Kontrolle von Schmerzen, etwa nach einer Operation, durch medikamentöse und ergänzende Maßnahmen.
- SchnittführungDie Schnittführung bezeichnet den Zugangsweg für das Implantat – etwa submammär, periareolär oder axillär – mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen.
- Schwangerschaftstest präoperativVor einem Eingriff wird bei Frauen im gebärfähigen Alter in der Regel das Hormon Beta-HCG bestimmt, um eine Schwangerschaft zu erkennen.
- SchwellungEine Schwellung ist die Volumenzunahme eines Gewebes durch Flüssigkeitseinlagerung (Ödem); nach Eingriffen tritt sie oft als Reaktion auf das Gewebetrauma auf.
- SebbinSebbin ist ein französischer Hersteller von silikongelgefüllten Brustimplantaten und weiteren Produkten für die ästhetische und rekonstruktive Chirurgie.
- SelbstuntersuchungDas regelmäßige Abtasten der eigenen Brust, um Veränderungen bewusster wahrzunehmen; es ersetzt keine ärztliche Früherkennung.
- SepsisDie Sepsis ist eine lebensbedrohliche Organfunktionsstörung infolge einer fehlgesteuerten Immunreaktion auf eine Infektion.
- SeromEin Serom ist eine Ansammlung wässriger Wundflüssigkeit, etwa rund um das Implantat, die sich oft von selbst zurückbildet oder punktiert werden kann.
- Sex nach OP„Sex nach OP" beschreibt, ab wann nach einer Brustoperation Intimität wieder möglich ist – abhängig vom Heilungsverlauf und nach ärztlicher Rücksprache.
- SientraSientra ist ein US-amerikanischer Hersteller von Silikongel-Brustimplantaten mit runden und anatomisch geformten Modellen.
- Silikon-GelSilikon-Gel ist ein vernetztes Silikonmaterial, das als Füllung moderner Brustimplantate dient und in flüssiger oder kohäsiver, formstabiler Form vorliegt.
- Silikon-MigrationSilikon-Migration bezeichnet die Wanderung von Silikon aus einem Brustimplantat ins Gewebe oder zu Lymphknoten, etwa durch Ruptur oder Gel-Bleed.
- Silikon-NarbenpflasterEine selbstklebende Silikonfolie zur Narbenpflege, die abgeheilte Narben okklusiv abdeckt und feucht hält, um ihr Erscheinungsbild zu unterstützen.
- SilikonimplantatEin Silikonimplantat ist ein Brustimplantat mit Silikonelastomer-Hülle und kohäsivem Silikongel; in der EU als Medizinprodukt CE-zertifiziert.
- SilimedSilimed ist ein brasilianischer Hersteller von Silikon- und Brustimplantaten, dessen CE-Bescheinigung 2015 vorübergehend ausgesetzt wurde.
- Siltex-Oberfläche (Mentor)Siltex ist eine fein strukturierte (mikrotexturierte) Implantatoberfläche des Herstellers Mentor, die dem Implantat im Gewebe Halt geben soll.
- SmoothSilk (Motiva)SmoothSilk ist eine sehr fein strukturierte Implantatoberfläche des Herstellers Motiva, zwischen glatten und mikrotexturierten Oberflächen eingeordnet.
- Sonnenexposition VerbotEmpfehlung, frische Narben nach einer Operation eine Zeit lang vor direkter Sonne und UV-Strahlung zu schützen, um Verfärbungen vorzubeugen.
- SonographieDie Sonographie der Brust ist eine strahlungsfreie Ultraschalluntersuchung, die Brustgewebe abbildet und die Mammographie ergänzen kann.
- SpätseromEin Spätserom ist eine Flüssigkeitsansammlung um ein Implantat, die erst über ein Jahr nach der Operation auftritt und ärztlich abgeklärt werden sollte.
- Sport-PauseDie Sport-Pause ist der Zeitraum nach einer Operation, in dem auf sportliche Belastung verzichtet wird, um die Wundheilung nicht zu beeintraechtigen.
- Stationäre OPOperativer Eingriff mit anschließendem Verbleib über mindestens einen Tag und eine Nacht im Krankenhaus zur Überwachung und Versorgung.
- SternumDas Sternum (Brustbein) ist der platte Knochen in der vorderen Brustkorbmitte, an dem Rippen und Schlüsselbeine ansetzen.
- Stütz-BHSpezieller, meist bügelloser BH, der nach einem Brusteingriff der Brust Halt gibt und den Heilungsverlauf unterstützen soll.
- SubfaszialSubfaszial meint die Implantatlage unter der Faszie des großen Brustmuskels, also zwischen dieser dünnen Bindegewebshülle und dem Muskel.
- SubglandulärSubglandulär beschreibt die Implantatlage direkt unter der Brustdrüse und über dem Brustmuskel, sodass das Implantat nicht vom Muskel bedeckt ist.
- Submammäre SchnittführungZugangsweg zur Brustvergrößerung mit Hautschnitt in der Unterbrustfalte, über den die Implantattasche präpariert wird; die Narbe liegt in der Inframammärfalte.
- SubmuskulärSubmuskulär bezeichnet eine Implantatlage unter dem großen Brustmuskel, die eine kräftigere Weichteildeckung über dem Implantatrand bietet.
- SubpektoralSubpektoral bezeichnet eine Lage unterhalb des großen Brustmuskels, etwa für ein Implantat, das hinter dem Musculus pectoralis major platziert wird.
- SulcusSulcus bezeichnet in der Anatomie eine Rinne oder Furche; im Brustbereich meint Sulcus inframammaris die Unterbrustfalte.
- SymmastieSymmastie bezeichnet eine zu enge Lage der Brüste mit fehlender Trennung am Brustbein – angeboren oder als Komplikation nach einer Brustvergrößerung.
T
- T-SchnittDer T-Schnitt ist eine Schnittführung um den Warzenhof, senkrecht zur Unterbrustfalte und waagerecht in dieser, die ein umgekehrtes „T" bildet.
- TastuntersuchungManuelles Abtasten des Gewebes mit Fingern oder Händen, um Größe, Konsistenz und Beweglichkeit von Befunden wie Knoten zu beurteilen.
- Tebbetts-TechnikVerfahren zur Brustvergrößerung, bei dem das Implantat oben unter dem Brustmuskel und unten hinter dem Drüsengewebe liegt (Dual-Plane).
- Transaxilläre SchnittführungZugangsweg bei der Brustvergrößerung, bei dem der Schnitt in der Achselhöhle liegt und das Implantat von dort eingebracht wird.
V
- VectraVectra ist ein 3D-Imaging-System, das Gesicht, Brust oder Körper dreidimensional erfasst und mögliche Veränderungen in der Beratung simulieren kann.
- VergütungsausschlussSanktion des Implantateregistergesetzes: Wird eine Implantat-Meldung versäumt, mindert sich der Vergütungsanspruch der Einrichtung gegenüber dem Kostenträger.
- Vertikale NahtDie vertikale Naht ist die senkrechte Narbenlinie vom Warzenhof zur Unterbrustfalte, typisch für brustchirurgische Verfahren mit kurzer Schnittführung.
- VollnarkoseDie Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) ist ein medikamentös herbeigeführter, steuerbarer Zustand der Bewusstlosigkeit für operative Eingriffe.
- Vorher-Nachher-VerbotWerbeverbot nach § 11 HWG: Für ästhetische Eingriffe ohne medizinische Notwendigkeit darf nicht mit Vorher-Nachher-Bildern geworben werden.
- VoruntersuchungDie Voruntersuchung umfasst Anamnese, körperliche Untersuchung und Beratungsgespräch, um einen geplanten Eingriff aus ärztlicher Sicht abzuklären.
W
- WellenbildungWellenbildung (Rippling) bezeichnet sicht- oder tastbare Falten an einem Brustimplantat, die sich als wellenförmige Implantatkontur unter der Haut abzeichnen.
- Wise-PatternSchnittführung bei Brustverkleinerung und -straffung mit periareolärem, senkrechtem und waagerechtem Schnitt, die eine umgekehrt T-förmige Narbe ergibt.
- WunddrainageEine Wunddrainage leitet nach einer Operation vorübergehend Blut und Wundsekret aus dem Operationsgebiet nach außen ab.
- WundheilungsphaseEin Abschnitt der Wundheilung; üblicherweise unterscheidet man Entzündungs-, Granulations- und Differenzierungsphase, die ineinander übergehen.
- WundheilungsstörungEine Wundheilungsstörung ist ein verzögerter oder atypischer Ablauf der Wundheilung, begünstigt durch lokale wie allgemeine Faktoren.